Rauschgifthandel in der U-Bahn ist in Berlin seit vielen Jahren ein Massendelikt. Als die “Dealer-Linie” gilt nach Angaben der Polizei seit langem die U-Bahnlinie 8. Die Mehrheit der Stationen der Linie werden als “Brennpunkte” gehandelt.
Besonders brenzlig entlang der Linie scheint die Station Kottbusser Tor zu sein, die auch als Drogenhauptumschlagsplatz Berlins gilt. Allein im März diesen Jahres fanden dort viele Ensätze statt. Medien berichteten über 15 große Einsätze. statt. Von den kontrollierten Drogenhändlern und Süchtigen bekamen 405 Personen Platzverweise. Zudem wurden 130 Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Zur Bewältigung der Drogenproblematik in der Hauptstadt gründete die Berliner Polizei daher im Sommer 2007 versuchsweise eine Sonderkommission im Landeskriminalamt (LKA).
Sicherheit im Nahverkehr
Unter dem Namen Sinod “Sicherheit im Nahverkehr ohne Drogen” wurde die Sonderkommission rund ein Jahr später in ein festes Dezernat im LKA umgewandelt. Damit erhoffte sich die Polizei vor allem, ein höheres Sicherheitsgefühl unter den Bürgern zu erzielen. Sinod besteht seitdem aus LKA-Beamten, Zivilfahndern sowie uniformierter Bereitschaftspolizei. Rund sechs Monate nach dem Start hatten die Beamten bereits rund 550 Dealer.


